Was sagte der iranische Präsident?
Die wahre Rede des Iranisches Präsidenten
Dokumentation: Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Achmadinedschad
Der "Eklat" auf der "Antirassismus-Konferenz" in Genf
Auf der "Antirassismus-Konferenz" ("Durban-Folgekonferenz" in Genf) hat der iranische Präsdident Mahmud Achmadinedschad eine Rede gehalten, die in der westlichen Presse nahezu unisono als "antisemtisch" und "skandalös" diffamiert wurde. Die "Berliner Umschau" dokumentiert den Text in deutscher Übersetzung im Wortlaut.
Die an dieser Stelle veröffentliche Dokumentation der Rede des iranischen Präsidenten Achmadinedschad folgt dem schriftlich vorgelegten Text. In der tatsächlich gehaltenen Rede wurde diese Vorlage geändert. Insbesondere die Bemerkungen zum Holocaust, den Achmadinedschad als unklar und zweifelhaft bezeichnet hatte, wurden weggelassen. Gründe für diese Änderungen wurden bisher nicht genannt. Offensichtlich wurden diese Stellen als unnötige Provokation angesehen. Ob die Auslassung in der Rede ein inhaltliche Änderung in der Auffassung des Präsidenten, der seinerzeit eine Holocaust-Konferenz veranstaltet hatte, bedeutet oder eher taktischen Motiven folgt, muß angesichts dessen offen bleiben.
„Rede des Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Dr. Mahmoud Ahmadinedschad,
auf der UN-Konferenz gegen Rassismus in Genf
(20. April 2009)
„Im Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen
Ich danke Gott, dem Gerechten, der seinen Dienern gegenüber freundlich und wohlgesonnen
ist.
Ich grüße die von Gott gesandten Propheten, von Adam über Noah, Abraham, Moses und
Jesus bis zum letzten Propheten Mohammad Mustafa (Friede sei mit ihm und seiner Familie),
die alle die Botschaft der Anbetung des einen Gottes, der Brüderlichkeit und Liebe und der
menschlichen Größe und Gerechtigkeit überbracht haben.
Sehr geehrter Präsident,
sehr geehrter Herr Generalsekretär der Vereinten Nationen,
sehr geehrter Herr Kommissar für Menschenrechte,
meine Damen und Herren,
wir sind hier zusammen gekommen, um die Konferenz zur Bekämpfung von Rassismus und
Rassendiskriminierung in Durban fortzusetzen, die jetzige Lage zu prüfen und praktische
Lösungsansätze in diesem heiligen, menschlichen Kampf zu suchen.
Bei den Ereignissen der letzten Jahrhunderte hat die Menschheit viel Unterdrückung erfahren.
Im Mittelalter wurden Gelehrte und Denker zum Tode verurteilt, und danach herrschten
Sklaverei und Jagd auf unschuldige Menschen; Menschen wurden von ihren Familien
getrennt und millionenfach unter den schlimmsten Bedingungen nach Europa und Amerika
gebracht.
Es war eine finstere Epoche, in der Land besetzt, Ressourcen geplündert und schutzlose
Menschen getötet und obdachlos gemacht wurden.
Jahre vergingen, bis Völker durch Aufstand und unter Einsatz des Lebens von Millionen von
Menschen die Unterdrücker vertrieben und unabhängige, volksnahe Regierungen einsetzten.
Die Machthungrigen haben innerhalb kurzer Zeit Europa und einem Teil von Asien und
Afrika zwei große Kriege auferlegt – Kriege, denen ca. 100 Millionen Menschen zum Opfer
fielen und die die Zerstörung großer Landstriche zur Folge hatten. Die Sieger glaubten, sie
hätten die Welt erobert und andere Völker hätten eine Niederlage erlitten. Durch Erlass von
Gesetzen und diversen Unterdrückungsmechanismen wurden Völkerrechte ignoriert und mit
Füßen getreten.
Meine Damen und Herren,
betrachten Sie den Sicherheitsrat, der eine Folge der beiden Weltkriege ist. Nach welcher
Logik haben sie ein Vetorecht für sich beansprucht? Mit welchen menschlichen oder
göttlichen Werten ist eine solche Logik in Einklang zu bringen? Mit Gerechtigkeit, mit
Gleichheit vor dem Gesetz, mit menschlicher Größe oder (eher) mit Diskriminierung,
Ungerechtigkeit, Verletzung von Menschenrechten und Erniedrigung der meisten Völker und
Staaten?
Dieser Rat ist die höchste Instanz, die über Frieden und Sicherheit auf der Welt entscheidet.
Wenn es gesetzliche Diskriminierung gibt und der Ursprung des Gesetzes Gewalt und Macht
anstatt Recht und Gerechtigkeit sind, wie kann man dann Gerechtigkeit und Frieden erwarten?
Machthunger und Egoismus sind der Ursprung von Rassismus, Diskriminierung, Gewalt und
Unterdrückung.
Wenn heute auch viele Rassisten mit Worten und Parolen den Rassismus verurteilen – wenn
einige mächtige Staaten sich erlauben dürfen, auf Grund ihrer eigenen Erkenntnis und ihrer
eigenen Interessen für die übrigen Staaten Entscheidungen zu treffen, so können sie einfach
alle menschlichen Gesetze und Werte mit Füßen treten, so wie sie es bereits getan haben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sie unter dem Vorwand, die Juden seien Opfer gewesen
und unter dem Vorwand des unklaren, zweifelhaften Themas „Holocaust“ ein Volk durch
Einmarsch ihrer Armee obdachlos gemacht, einige Menschengruppen aus Europa, Amerika
und anderen Ländern in das besetzte Land gebracht und ein völlig rassistisches Regime im
besetzten Palästina eingesetzt. So haben sie tatsächlich unter dem Vorwand der
Wiedergutmachung für das in Europa durch Rassismus entstandene Leid die gewaltsamsten
Rassisten an einem anderen Punkt der Erde, d.h. in Palästina, als Herrscher etabliert.
Der UN-Sicherheitsrat hat die zionistische Fremdherrschaft etabliert und innerhalb von 60
Jahren ständig verteidigt. Er hat den fremden Herrschern freie Hand gelassen, jedes
Verbrechen zu begehen.
Noch schlimmer ist, dass einige westliche Staaten und die USA sich für verpflichtet halten,
die völkermordenden Rassisten zu verteidigen, und während die Menschen mit reinem
Gewissen die Verbrechen des zionistischen Regimes – Gewalt, Bombardierung, Besetzung,
Mord und die Katastrophen, die sich in Gaza ereignet haben – verurteilen, unterstützen sie
diese Verbrecher.
Auch davor haben sie allen Schandtaten dieses Regimes gegenüber Stillschweigen bewahrt
oder sie unterstützt. Mit großem Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, die Ursache für diese
Probleme darin zu suchen sind, dass die kulturlosen, egoistischen Zionisten bis in die Tiefen
ihrer Regierungen, gesetzgebenden Versammlungen, Medien, Firmen, Bank-, Finanz-,
Informations- und Sicherheitssysteme vorgedrungen sind und sie dermaßen gut beherrschen,
dass sie nicht zulassen, dass etwas unternommen wird, was ihren Wünschen zuwider läuft. In
manchen westlichen Ländern ändert sich auch mit dem Abgang von Regierungen und der
Einsetzung neuer Regierungen die Politik der Unterstützung der zionistischen Rassisten nicht,
obwohl sie alle vollkommen mit den Verbrechen der Zionisten vertraut sind. Das ist sehr
bedauerlich.
Solange die Herrschaft der Zionisten weiter besteht, werden viele Länder, Regierungen und
Völker sich nicht frei, unabhängig und sicher fühlen. Solange die Zionisten an der Macht sind,
wird auf der Welt keine Gerechtigkeit herrschen und die Menschenwürde wird mit Füßen
getreten.
Der Götze Zionismus, das ursprünglichste Symbol des Rassismus, muss zerbrochen werden.
Liebe Freunde,
Meine Damen und Herren,
was waren die Ursachen der letzten Kriege – zum Beispiel des Angriffs der USA auf den Irak
oder des ausgedehnten Einmarschs in Afghanistan? Waren es nicht der Egoismus der
damaligen amerikanischen Regierung und der Druck der Reichen und Mächtigen zur
Ausdehnung ihres Einflusses und ihrer Herrschaft, zur Sicherung der Interessen der
Waffenproduzenten, zur Auslöschung einer Jahrtausende alten Hochkultur, zur Beseitigung
der potenziellen und praktischen Gefahren islamischer Länder gegen das okkupante
zionistische Regime und zur Plünderung der Energiequellen des irakischen Volkes?
Warum wurden eine Million Menschen getötet und mehrere Millionen verletzt und
obdachlos?
Warum wurde dem irakischen Volk ein Schaden von mehreren hundert Milliarden Dollar und
dem amerikanischen Volk und seinen Verbündeten Kriegskosten in Höhe von mehreren
hundert Milliarden Dollar auferlegt?
Wurde der Angriff auf den Irak nicht von den Zionisten und ihren Verbündeten unter den
Herrschenden der USA geplant, die einerseits ihre Macht befestigen wollten und andererseits
mit der Waffenindustrie gemeinsame Sache machten?
Kehrten durch den Einmarsch in Afghanistan wieder Frieden und Sicherheit, Ruhe und
Wohlstand in diesem Land ein?
Die USA und ihre Verbündeten waren nicht einmal in der Lage, die Produktion von Drogen
zu verhindern, und während ihrer Präsenz stieg die Produktion von Drogen um ein Vielfaches.
Die grundlegende Frage lautet, waren die damalige amerikanische Regierung und ihre
Verbündeten überhaupt dazu befügt. Waren sie etwa Vertreter der Völker? Wurden sie von
den Völkern auserwählt? Wurden sie von den Völkern der Welt bevollmächtigt, sich überall
auf der Welt – allerdings mehr in unserer Region – einzumischen?
Sind diese Maßnahmen nicht ein Zeichen für Egoismus, Rassismus, Diskriminierung, nicht
ein Zeichen dafür, dass die Würde und Unabhängigkeit der Völker mit Füßen getreten
werden?
Meine Damen und Herren,
wer sind die Verantwortlichen für die krisengeschüttelte Weltwirtschaft? Wo ist die Krise
entstanden? In Afrika, in Asien, oder zuerst in den USA und danach in Europa und den
Verbündeten dieser Länder?
Lange Zeit haben sie durch ihre politische Macht dem internationalen Handel ungerechte
Wirtschaftsgesetze und –verordnungen auferlegt. Das Finanz- und Geldsystem haben sie ohne
internationale Kontrollen eingeführt und Regierungen und Staaten auferlegt, die bei ihren
Verfahren und bei ihrer Politik überhaupt keine Rolle spielten. Sogar ihrem eigenen Volk
erlaubten sie keine Kontrollen.
Als in den Beziehungen auf Moral verzichtet wurde, gerieten alle Gesetze und Vorschriften
unter den Einfluss der Interessen einer Gruppe von Personen, die Kapital und Macht besaßen,
und mit einer speziellen Definition der Begriffe „freier Markt“ und „Wettbewerb“ wurden
andere vieler Chancen beraubt und die eigenen Probleme auf andere übertragen. Heute hat
sich der Wind gedreht und die Krise hat sie mit mehreren zehntausend Milliarden Dollar
Schulden und mehreren tausend Milliarden Dollar Haushaltsdefizit selbst getroffen. Heute
haben sie, um die Lage zu verbessern, mit Geldern ohne Deckung – in Wirklichkeit aus der
Tasche ihrer eigenen Bürger – begonnen, mehrere hundert Milliarden Dollar in von Insolvenz
bedrohte Banken, Firmen und Geldmärkte zu pumpen, womit sie ihr Volk noch mehr
verschulden und das Problem noch schwieriger machen.
Sie sind auf den Erhalt ihrer Macht und ihres Vermögens bedacht, und die Völker der Welt –
sogar ihr eigenes Volk – sind in ihren Augen wertlos.
Verehrter Herr Präsident,
sehr geehrte Damen und Herren!
Die wahre Wurzel des Rassismus liegt in der Unkenntnis über die Wahrheit des Menschen als
des auserwählten Geschöpfes Gottes, in der Abweichung vom richtigen Lebenspfad und den
Missionen des Menschen im Kontext der Schöpfung. Die Vernachlässigung der bewussten
Verehrung Gottes und des Nachdenkens über die Lebensphilosophie und den
Vollendungsprozess des Menschen, dessen natürliche Folgen die Einhaltung göttlichmenschlicher
Werte ist, hat den Horizonz der menschlichen Sichtweise eingeengt, und die
mageren und kurzlebigen Profite haben die Grundlage für das Bewerten und Handeln des
Menschen bestimmt. Auf diese Art und Weise wurden satanische Machtzentren gebildet, die
anderen Menschen den gerechten Zugang zu den Möglichkeiten verhindert und ihren eigenen
Wirkungsbereich vergrößert haben. Dies führte zur übelsten Art des zügellosen Rassismus,
was heute als gefährlichster Faktor den Weltfrieden bedroht und den Weg zur Realisierung
der globalen friedlichen Koexistenz versperrt.
Rassismus sollte zweifellos als Symbol für Unwissenheit über die Tiefe der Geschichte und
als Zeichen für eine festgefahrene und pflegmatische Komponente gegen das allgemeine
Wachstum der Menschheit bezeichnet werden. Daher sind die Erscheinungsformen des
Rassismus dort zu suchen, wo es am meisten an Wissen und Verständnis in der Gesellschaft
mangelt. Aus diesem Grunde sind die Förderung der Allgemeinbildung und die Vertiefung
des allgemeinen Verständnisses um die Existenzphilosophie des Menschen und die Wahrheit
über die human orientierte Welt das richtige Mittel zur Bekämpfung der Erscheinungsformen
des Rassismus. Das Erreichen einer solchen Art des Verständnisses erfordert eine Rückkehr
zu spirituellen und ethischen Werten und infolgedessen zum Monotheismus. Die
internationale Gemeinschaft sollte im Rahmen eines allgemeinen kulturellen Prozesses zur
optimalen Aufklärung in betroffenen und „zurückgebliebenen“ Gesellschaften eine kollektive
Initiative ergreifen und die Geißel des Rassismus möglichst schnell beseitigen.
Liebe Freunde!
Heute ist die Menschheit mit einer Art des Rassismus konfrontiert, dessen Hässlichkeit dem
Ansehen des Menschen und der internationalen Gemeinschaft am Anfang des dritten
Jahrtausends erheblich geschadet hat. Der internationale Zionismus stellt das deutlichste
Sinnbild des Rassismus, der durch vermeintliche Zuhilfenahme der Religion versucht hat,
durch den Missbrauch der religiösen Gefühle von weniger gebildeten Menschen sein wahres
hässliches Gesicht zu verstecken. Was jedoch ernsthaft ins Auge gefasst werden muss, sind
die politischen Ziele mancher großen Mächte mit umfangreichen Interessen in der Welt, die
mit wirtschaftlicher Macht, politischem Einfluss und enormen medialen Instrumenten
vergeblich versuchen, durch umfassende Unterstützung des Zionistischen Regimes dessen
böses Gesicht zu verschönern. Hier liegt das Hauptproblem nicht in der Unwissenheit,
deswegen kann man sich nicht bei der Bekämpfung dieses üblen Phänomens lediglich mit kulturellen Arbeit begnügen. Man muss versuchen, den Missbrauch von internationalen
politischen Mitteln durch Zionisten und deren Unterstützer zu beenden und durch Respekt vor
dem Willen der Völker gemeinsam mit solidarischen Staaten zur Beseitigung dieses klaren
und bestialischen Rassismus und zur Verbesserung der internationalen Beziehungen und
regelungen beizutragen.
Verehrte Anwesenden, Sie haben bestimmt von umfangreichen Versuchen der Machtzentren
und zionistischen Kreisen erfahren, diese wichtige internationale Konferenz von ihrer wahren
Mission abzulenken. Leider beobachten wir heute überall die Unterstützung der Zionisten als
klare Beteiligung an ihren Verbrechen; dies unterstreicht die Verantwortung der verehrten
Vertreter der Völker, diese unmenschliche Tatsache preiszugeben und die Verhältnisse und
Vorgehensweisen zu korrigieren. Man darf nicht vergessen, dass das Fernhalten dieser
Konferenz - als eines großen internationeln Potentials - von ihren Hauptzielen die
Unterstützung und Befürwortung der Fortsetzung der übelsten Art des Rassismus bedeuten
würde.
Voraussetzung für die Verteidigung der Menschenrechte sind erstens das Recht der Völker
auf Entscheigungsfreiheit bei wichtigen internationalen Fragen ohne Beeinflussung durch
manche Mächte und zweitens die Korrektur der internationalen Strukturen und Verhältnisse.
Daher ist diese Konferenz der Ort einer großen Prüfung, und die Menschen von heute und
morgen werden über unser heutiges Handeln urteilen.
Herr Präsident,
meine Damen und Herren!
Der Welt in ihrem jetzigen Zustand stehen fundamentale Änderungen bevor. Die
Konstellationen der Macht sind sehr fragil geworden. Die Säulen, auf denen die Tyrannen der
Welt ihren Machtapparat aufgebaut haben, brechen zusammen. Die politischen und
wirtschaftlichen Makro-Strukturen haben keinen Bestand mehr. Die Krisen in Politik und
Sicherheit vertiefen sich und die expandierende Weltwirtschaftskrise, für deren Beseitigung es
noch keinen Hoffnungsschimmer mehr gibt, unterstreicht die qualitativen und quantitativen
Dimensionen der bevorstehenden Entwicklungen.
Ich habe mehrmals betont, dass die falsche Richtung der gegenwärtigen Machthaber in der
Welt revidiert werden muss, und ich habe auch auf deren katastrophalen Folgen hingewiesen.
Nun, vor dieser ehrwürdigen Versammlung möchte ich Ihnen allen und allen Managern,
Wissenschaftlern und allen Völkern der Welt, die sich nach Frieden, Freiheit, Fortschritt und
Prosperität sehnen, mitteilen, dass die Herrschaft des ungerechten Managements seinem Ende
entgegen schreitet. Die Logik dieses Zwangsmanagements führt unabwendbar zu einer
Sackgasse, weil sie auf Ungerechtigkeit aufgebaut ist, weil die Logik der kollektiven globalen
Bewegung eine erhabene, ziel-, mensch- und gottorientierte ist. Diese Bewegung setzt sich
jeder Politik entgegen, die das Interesse der Völker missachtet. Der Sieg des Rechts gegen
Unrecht und damit eine verheißungsvolle Zukunft der Menschheit sowie der Aufbau eines
gerechten und umfassenden Systems in der Welt sind das Gelöbnis Gottes und Seiner
Propheten und die gemeinsame historische Hoffnung aller Gesellschaften und Generationen.
Die Verwirklichung dieser Zukunft ist ein unentbehrlicher Bestandteil und Zweck der
Schöpfung, die den hohen Stellenwert der Menschen verbürgt und woran alle gottesfürchtigen
Erdenbürger vom ganzen Herzen glauben. Die Gestaltung der Weltgemeinschaft, die
Realisierung eines gemeinsamen international anerkannten Systems unter Beteiligung der
Wissenschaftlern, Führungspersonen und natürlich der ganzen Weltbevölkerung ist ein
expliziter Weg, der zu diesem Ziel führen muss. Die wissenschaftlichen, technischen und
technologischen Fähigkeiten in den Informations- und Kommunikationsbereichen haben ein
gemeinsames Verständnis in der Weltgemeinschaft hervorgebracht und das notwendige
Fundament für ein gemeinsames System errichtet. Nun ist es die große Verantwortung der
Wissenschaftler und Führungskräfte in der Welt, mit dem Glauben an die Endgültigkeit dieser
Richtung, ihre historische Rolle zu spielen.
Ich möchte nun auf diese Tatsache hinweisen, dass der westliche Liberalismus wie der
Kommunismus sich deshalb seinem Ende nähert, weil er verpasst hat, die Welt und die
Menschen so wie sie sind in Betracht zu ziehen, und versucht hat, seinen „selbst erfundenen“
Weg und Zweck der Menschheit aufzuzwingen. Somit hat er anstelle der göttlichen Werte der
Menschen - wie Gerechtigkeit, Freiheit, Liebe, Zuneigung und Brüderlichkeit - die Rivalität
für mehr individuelle und gruppenzugehörige materielle Interessen als Grundlage des Lebens
bestimmt. Nun müssen wir von der Vergangenheit Lehren ziehen, und mit Verständnis für die
Notwendigkeit einer Korrektur in dieser Richtung - unter Berücksichtigung der
gegenwärtigen Erfordernisse - mit einer weit umfassenden Bestrebung beginnen.
In diesem Sinne und um zu einem Schluss zu kommen, möchte ich auf zwei wichtige Punkte
hinweisen:
- Eine Reform des gegenwärtigen Zustands der Welt ist selbstverständlich machbar. Wir
müssen aber wissen, dass dabei eine Zusammenarbeit aller Staaten und Völker
unumgänglich ist. Daher müssen die internationalen Kapazitäten für eine solche
Kooperation ausgeschöpft werden. Meine Teilnahme an dieser Konferenz ist ein
Zeichen meines Respekts vor dieser wichtigen Angelegenheit, den Menschenrechten
sowie meines Engagements zur Verteidigung der Rechte der Völker gegenüber dem
schandvollen Phänomen des Rassismus.
- Wegen mangelhafter Durchsetzungskraft der Systeme und der internationalen
politischen, wirtschaftlichen, sicherheitsspezifischen und kulturellen Beziehungen ist es erforderlich, die in der Vergangenheit begangenen Fehler einzugestehen und die
vorhandenen Strukturen unter Berücksichtigung der menschlich-göttlichen Werte und
einer auf Tatsachen basierten Definition über die Menschheit mit einer Änderung in
Ansichten und Verhalten zu reformieren. In dieser Hinsicht müssen eine sofortige
Umgestaltung in Strukturen des Sicherheitsrats und Beseitigung des diskriminierenden
Privilegs des „Vetorechts“ sowie eine Umstrukturierung des internationalen
Finanzsystems in Agenda gestellt werden. Sollte die Dringlichkeit dieser Änderungen
nicht erkannt werden, muss man mit einem höheren Preis für jede hingenommene
Zögerung rechnen.
Liebe Freunde, eine Vorwärtsbewegung in Richtung Gerechtigkeit und Würde der Menschen
ist eine schnelle Bewegung im Strom des Wassers. Das Elixier der Liebe und Zuneigung
dürfen wir nicht außer Acht lassen. Der Glaube an eine prosperierende Zukunft gibt uns
Erkenntnis und Zuversicht, damit wir uns für eine Welt voller Liebe und Segen und weg von
Armut und Hass vorbereiten und die Gütigkeit Gottes und eine gerechte Führung der
Menschen genießen können. Leisten wir einen Beitrag zur Bewältigung dieser wichtigen
Herausforderung. In der Hoffnung auf diesen schönen und hellen Tag.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen."
Quelle: Iranische Botschaft
Veröffentlöcht: 22. April 2009

